Neusser Programm

 

 

      Kommunalwahlprogramm 2014

                                                          Unser 9--Punkte--Programm für Neuss:

 


     1.      Keine weiteren Neubaugebiete, weder für Wohn- noch für Gewerbeflächen stattdessen Vergrößerung des Waldbestandes


Neuss schrumpft! Nicht an der Gesamtfläche von 99,53 km², sondern an unbebauter Fläche. Ganz aktuell hat die Stadt einen Bedarf von 5450 neuen Wohnungen bis ins Jahr 2030 ermitteln lassen, das heißt zwischen 10 und 15.000 neue Einwohner, für den 174 Hektar angedacht sind. An Gewerbeflächen benötigt die Stadt, laut Gutachter, weitere 84 Hektar. Vor allem der Neusser Süden, Allerheiligen und Rosellen, sowie in Grimlinghausen und in Grefrath sollen neue Baugebiete entstehen. Die Zentrumspartei sagt NEIN zu weiteren Neubaugebieten! Bestehende sollen abgerundet und vollendet werden. Stattdessen tritt das ZENTRUM für die Erweiterung der Waldgebiete von 483 ha, das entspricht 4,5% der Gesamtfläche, in einem der waldärmsten Kreise Deutschlands, ein. Aufforstungen beispielsweise am Mühlenbusch, im Gebiet des Reckbergs bzw. Himmelsberg und im Bereich des Waldes zwischen Hoisten und Weckhoven. Gerade dort, wo die geplante Verlängerung der Autobahn (A46) nun vernünftigerweise vom Tisch ist, wäre eine Vergrößerung der „Grünen Lunge“ nun endlich möglich. Statt drohendem Verkehrskollaps, Lärm und immer höhere Ozonwerte nach Neuss zu holen, steht das ZENTRUM für Lebensqualität, frei nach dem Motto >Statt Neubaugebiete – Neuaufforstungsgebiete<!

 


    2.     Mehr Polizei – mehr Sicherheit


Mehr Polizeipräsenz (praktizierte Bürgernähe des Staates),   nach dem Motto >Jedes Dorf braucht seinen Wachtmeister<. Jeder Ort/Stadtteil/Stadtbezirk soll einen zuständigen Polizeibeamten bekommen der täglich seinen „Gang durch die Gemeinde“ macht. So baut sich zwischen dem Bürger und der Staatsmacht erstens ein Vertrauensverhältnis auf und schreckt zweitens mögliche Täter von ihrem schädlichen Tun ab. Dafür ist es notwendig Polizeiwachen (ca. für je 10.000 Bewohner eine Wache) neu zu errichten. Zum Beispiel wäre eine Wache in Allerheiligen, das in den letzten 15 Jahren stark gewachsen ist und noch weiter wachsen wird, zwingend notwendig. Der Bezirk Rosellen, zu dem Allerheiligen gehört, ist mit 13.857 Einwohner, davon über 6000 in Allerheiligen (Stand 31.12.2013), der größte Bezirk der Stadt Neuss aber ohne eigene Polizeiwache. Ein Umstand, den es dringend zu ändern gilt.

                                                                                

 

       3.  Nordkanal-/Jröne Meerke-Sanierung


Als erste Partei hat sich das ZENTRUM die Nordkanal-Entschlammung auf die Fahnen geschrieben. Eine Sanierung dieses Gewässers hat zugleich eine günstige Auswirkung auf die Grundwasserstände und dient dem Hochwasserschutz. Weiterhin setzen wir uns für eine Rekultivierung des Jröne Meerke ein; der ursprüngliche Gewässeraustausch mit dem Nordkanal ist wiederherzustellen.

 


    4.  Integration


Was bedeutet Integration? Laut „Duden“ bedeutet dieses “Einbeziehung, Eingliederung in ein größeres Ganzes“. Warum kommen Einwanderer nach Deutschland? Die wirtschaftliche Situation ist in unserem Land ist ausgesprochen gut. Die Sozialsysteme im Vergleich zu vielen anderen Staaten unübertroffen. Das zieht natürlich magisch an. Die Ausländerzahl lag 2013 mit mehr als 7,6 Millionen auf Rekordniveau. Eingewandert sind 970.900, dem stehen 438.000 an Abgängen sowie 113.000 Einbürgerungen gegenüber. Das entspricht eine Zunahme von rund 419.900 Personen. Bei den Herkunftsländern liegt Polen mit 77.480 gefolgt von Rumänien (62.372) und Ungarn (28.216) an der Spitze. Aus Bulgarien kamen 28.069, Italien 23.526, Griechenland 18.077, Syrien 16.457, Kroatien 15.572, Spanien 15.308 und der Russischen Föderation 14.201 Einwanderer. Bemerkenswert; die Anzahl der Türken verringerte sich um 25.909 Personen. Neuss, das auf einen Ausländeranteil von 13, 1% (20.410 Personen) kommt (der Bundesdurchschnitt liegt bei 9,4%), erzielte einen Zuwanderungsgewinn von 1217 Personen. Diese Einwanderungswelle stellt die Kommune vor große Herausforderungen. Zu einer richtigen Eingliederung in unsere Gesellschaft gehört als aller erstes, die Beherrschung der deutschen Sprache. Hier sind nun die Einwanderer gefragt in wie weit sie es mit der Integration ernst meinen. Erst danach können sie am sozialen und kulturellen Leben in Deutschland teilhaben, sprich den Alltag meistern. Denn ohne ausreichende deutsche Sprachkenntnisse ist die Gefahr sehr groß, dass sie sich aus unserem Kulturkreis zurückziehen und ihren eigenen in unserem Staat aufbauen was wiederum zu gefährlichen Parallelgesellschaften führen kann. Deshalb fordern das ZENTRUM verpflichtend Deutschkurse für Einwanderer, die sie mit einer positiven Prüfung abschließen müssen. Die Kosten dieser Kurse trägt der Teilnehmer.

 


    5.  Bestandsgarantie für alle Neusser Sportanlagen


Erhalt sämtlicher Sportplätze. Nein zur Schließung von Sportanlagen. Neben den Vereinen und Schulen, die die Sportanlagen regelmäßig nutzen, sind vor allem vereinslose Kinder/Jugendliche, die sich zum Sport oder auch zum Gedankenaustausch/Kommunizieren auf diesen Anlagen treffen. Ohne diese Anlagen gebe es einen Treffpunkt für unsere Jugend weniger.

 


    6.  Kostenloser Besuch von Kindergärten


Unter einer familienfreundlichen Politik verstehen wir, Familien zu entlasten. Ziel muss es sein, eine gebührenfreie Kinderbetreuung zu ermöglichen, wie sie in anderen Kommunen bereits realisiert wurde. Die Ansiedlung junger Familien und neue Wohnkonzepte für ein Zusammenleben von Jung und Alt begrüßen wir ausdrücklich.

 

 

7.  Kleinere Klassenverbände an allen Schulen

          

Ob das alte/klassische dreigliedrige Schulsystem mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium oder das „moderne“ mit Sekundarschule, Gesamtschule und Gymnasium ist nach Ansicht des ZENTRUMS nicht entscheidend über die Qualität des Vermittelns von Lehrstoffen. Jedes Schulsystem hat mit Sicherheit seine Stärken, nur die enden jäh an den Klassenbildungswerten. Beispiel: --Eine Neusser Realschule—laut Schulgesetz NRW liegt der Klassenfrequenzrichtwert bei 28 Schülern. Die Bandbreite, die nicht unter- bzw. überschritten werden darf, liegt zwischen 26 und 30 Schülern. Also aus 28 werden schon mal 30 Schüler, aber es kommt noch schlimmer. Unter gewissen Voraussetzungen muss die Schule bis zu fünf weiteren Schülern in die Klassen aufnehmen. Das heißt aus 28 werden 35 Schüler. In dem Beispiel einer Neusser Realschule sind aktuell 34 Schüler in einer Klasse, davon stammen über der Hälfte aus Immigrantenfamilien. Gerade an Schule mit großem Immigrantenanteil ist der Förderbedarf erhöht. Aber wie soll sich ein Lehrer verstärkt um die Förderkinder kümmern, wenn der Klassenverband aus 34 Schülern besteht?! Deshalb fordern wir eine Klassenstärke für alle Schulformen von höchstens 20 Schülern.

 


    8.  Bestandsgarantie einer Mittagsklasse in allen Schulformen


Das ZENTRUM begrüßt das Angebot an Ganztagsschulen, ist aber entschieden gegen eine zwangsweise Unterbringung in diese Schulform. Ganztagsschulen sind notwendig für die Betreuung von Kindern berufstätiger Eltern bzw. alleinerziehender Elternteile. Es hat aber den Nachteil, dass die Schüler oft erst nach 16.30 Uhr zu Hause eintreffen und dann noch für die Schule tätig werden müssen. Für Freizeitaktivitäten jedweder Art bleibt da so gut wie keine Zeit mehr. Wir unterstützen aber Eltern, die ihre Kinder lieber zu Hause betreuen wollen, Kinder die den Nachmittag frei einteilen möchten -- Schulaufgaben, Freunde treffen, am Vereinsleben teilnehmen --. Gerade im Verein lernen die Kinder spielerisch Sozialverhalten, Anpassungsfähigkeit und den Sinn für Gemeinsamkeit, alles Eigenschaften, die im späteren Leben noch sehr wichtig werden. Daher ist es notwendig Mittagsklassen an allen Schulen anzubieten, bzw. wieder einzuführen.

 


    9.  Nein zum „Verkaufsoffenen Sonntag“


Vor allem die Feiertage und die Adventszeit müssen tabu für den Kommerz sein.

Der Sonntag ist ein Tag der Besinnung, ein Tag der Familie und kein Handelstag! Das ZENTZUM, als christliche Partei, lehnt "Verkaufsoffene Sonntage" grundsätzlich ab.